Tiefbauunfälle


Der Hintergrund, warum gerade wir uns in Rodenberg mit diesem Thema beschäftigen, ist ein schwerer Arbeitsunfall in einer Baugrube im Jahr 2010, bei dem sich die Feuerwehrkameraden in Lebensgefahr gebracht haben, um das Leben einer schwer verletzten Person zu retten. Im Verlauf mussten wir auch die Bergung einer weiteren Person durchführen, die leider noch am Unfallort verstorben war. 

Seit diesem prägenden Ereignis haben wir uns stetig mit dem Thema Tiefbauunfall beschäftigt. 

In Deutschland hat dieses spezielle Thema der Technischen Hilfeleistung bisher wenig Beachtung gefunden, daher gab es bis vor wenigen Jahren auch kaum entsprechendes Material oder Ausbildungsgrundlagen. Erst mit dem Einsetzen des Baubooms in Deutschland und dem Bekanntwerden von Tiefbauunfällen in der überregionalen Presse nahm man sich dem Thema an.

Vorreiter in dem Bereich Tiefbauunfall ist die Firma „Heavy Rescue Germany“ (HRG), die ein Konzept aus den USA nach Deutschland transportiert hat. Mit dem es möglich ist, je nach Lage am Einsatzort, einen zügigen und vor allem sicheren Zugang in eine Grube zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit HRG konnten wir ergänzendes Material beschaffen und durften im August 2019 zwei Ausbilder bei uns zu einem Workshop „Tiefbauunfall“ begrüßen. Dies war das erste mal, dass das Team von Heavy Rescue Germany im Bereich Mittel- und Norddeutschland einen Workshop dieser Art veranstaltet hat.

Um einen möglichst großen Personenkreis zu erreichen haben wir Abordnungen von Feuerwehren der Samtgemeinde Rodenberg, aller Schwerpunktfeuerwehren des Landkreises Schaumburg, die Kreisfeuerwehr Führung Schaumburg, den Rettungsdienst Schaumburg, das THW aus Stadthagen und befreundete Feuerwehren aus dem Auetal und der Stadt Barsinghausen zu uns eingeladen.

Wir wollten die „Retter“ sensibilisieren sich auf solche Lagen vorzubereiten und an ihren Eigenschutz zu denken, denn man kann sich bei solchen Ereignissen in größte Gefahr begeben. 

Das Material kann ab sofort über unsere Leistelle in Stadthagen angefordert werden.

Bei Fragen zum Thema können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen. 

Ein Literatur-Tipp um sich in das Thema einzulesen:

https://www.kohlhammer.de/wms/instances/KOB/appDE/nav_product.php?product=978-3-17-036117-1&world=

Auszug aus der Materialliste:

Rettungstafeln

Hier werden die Rettungstafeln durch pneumatische Stützen im unteren Bereich und durch Windenstützen im oberen Bereich stabilisiert

HLF/RW Tafeln für die Sofortsicherung des ersteintreffenden Fahrzeugs

Zwei kleine Rettungstafeln sind auf dem Rüstwagen verlastet

Windenstützen in verschiedenen Längen

Verschiedene Längen von 500mm bis 3100mm

OSB Platten um am Rand der Grube die Last zu verteilen

Mit der Sprühdose werden Hohlräume gekennzeichnet

Rüstholz (Kanthölzer, Bohlen, Keile) in entsprechenden Längen und Stärken

Bau einer Brücke um besser an der Grube arbeiten zu können
  • Messtechnik zur Überwachung der Grube
  • Zeltheizung/ 1500 Watt- Halogenstrahler zum Wärmen der Patienten
  • Diverse spezielle Werkzeuge zum Arbeiten in und an der Grube

Weitere Informationen auf der Homepage von Heavy Rescue Germany!

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